Ölmarkt zwischen Hormus-Risko und Hoffnung aus der Schweiz

Die Ölpreise bleiben von den Spannungen im Nahen Osten geprägt. Nachdem der Iran am Wochenende erneut eine Sperrung der Strasse von Hormus angekündigt und US-Präsident Donald Trump mit scharfen Drohungen reagiert hatte, sorgten überraschend konstruktive Gespräche zwischen den USA und Iran in der Schweiz für Entspannung an den Märkten.  
 
Die Delegationen einigten sich auf einen Fahrplan für ein mögliches Friedensabkommen innerhalb von 60 Tagen. Gleichzeitig soll ein direkter Kommunikationskanal helfen, Zwischenfälle in der Strasse von Hormus zu vermeiden. Dennoch bleiben die Risiken hoch, da die Kämpfe im Libanon anhalten und Analysten vor einem erneuten Aufflammen der Spannungen warnen.    

An den Ölbörsen überwiegt zum Wochenstart daher vorsichtiger Optimismus. Die Aussicht auf eine schrittweise Normalisierung der Lieferströme wirkt preisdrückend, auch wenn Unsicherheiten über die tatsächliche Lage in der Strasse von Hormus und die Rückkehr der Reederei bestehen. Die fundamentale Markteinschätzung bewegt sich aktuell zwischen neutral und leicht bearish.